TKDZ in Wellen

22.06.2013

Veranstaltung "Bergrecht bricht Grundrecht" - ein kurzer Bericht

In der angeregten Debatte kamen sowohl die Vertreter der Bürgerinitiative "Sauberes Wellen" und Mitglieder des Gemeinderats zu Wort, als auch der neue Geschäftsführer der TKDZ und Landwirt Werner Faber, auf dessen Fläche der Stollen 2011 eingebrochen ist.

Die Bürgerinitative machte deutlich, dass dass es nicht nur darauf ankomme, was in den Berg komme, sondern auch, wie es in den Berg komme. Besonders hervorgehoben wurde die potenzielle Belastung des Ortes durch Schmutz und Dreck, welche bei der Einbringung des Versatzmaterials mit Lkws enstünde. Die Debatte machte deutlich, dass die Wellener einen standfesten Berg, unverschmutztes Grundwasser und ein sauberes Dorf haben wollen.

In der Diskussion erläuterte der neue TKDZ-Geschäftsführer Wolfgang Hirzi, dass die österreichische Porr AG die Einlagerung von Stoffen nach der Bergversatzordnung anstrebt. Er begründete dies nicht nur mit der wirtschaftlichen prekären Situation der TKDZ, sondern auch mit der Notwendigkeit die Stollen abzustützten und zu sichern.

Andreas Hartenfels, Landtagsabgeordneter der Grünen, versuchte zwikschen den Parteien zu vermitteln: "Weil das unter Tage stattfindet, ist das Grundmisstrauen groß. Eine Konfrontation ist nicht sinnvoll." Daher müssten beide Parteien wieder Gesprächsbereitschaft zeigen und einen Kompromiss finden.

 

Hintergrund:

Der Streit um das Bergwerk zieht sich seit fast viereinhalb Jahren hin. Schon der umstrittene Vorbesitzer wollte Abfall einlagern, schlitterte dann knapp an der Insolvenz vorbei und verkaufte die Firma 2012 an die österreichische Porr-Gruppe. Diese plant nun zur Absicherung des Stollens, Materialien wie zum Beispiel Bauschutt zu verfüllen. 

 

 

 

 

 

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