Bessere Verkehrssicherheit für Radfahrende rund um Gusterath

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN der Ortsgruppe Gusterath fordern eine schnelle Entschärfung der Gefahrensituation der umliegenden Kreisstraßen K61, K57 und K62 durch Tempolimits, Überholverbote und temporäre Fahrradwege durch den Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz.

Weiterhin wünscht die Ortsgruppe die schnelle und naturverträgliche Umsetzung der Radwegeanbindung durch den Gemeinderat Gusterath.

Der Gusterather Gemeinderat hatte mit der Sitzung vom 24.02.2022 bekannt gegeben, dass der Ausbau des Radweges entlang der K61 hin zur L143 in Planung ist, allerdings durch diverse Probleme verzögert wird. Ein Abschluss der Planungen und ein Baubeginn sind nicht abzusehen.

Gleichzeitig nutzen – auch durch die gestiegenen Benzinpreise – immer mehr Einwohner:innen und Feriengäste Fahrräder und E-Bikes, um über die K61 nach Trier zu pendeln oder die K 57 und die K 62, um nach Pluwig oder zum Ruwerradweg zu kommen.

Alle diese Straßen beherbergen erhebliches Gefahrenpotential: Tempolimits sind kaum vorhanden, oft darf bis zu 100 km/h gefahren werden. Die Straßen sind kurvig und nur schwer einsehbar. Am 29.09.2017 gab es bereits einen schweren Verkehrsunfall, bei dem drei Kinder aus Pluwig an der Lindenkapelle von einem Lieferwagen in den Graben gedrängt wurden und ins Krankenhaus gebracht werden mussten.

Oft werden Radfahrer:innen trotz Warnwesten und Licht viel zu spät erkannt. Dies hat starke Brems- und sehr riskante Überholmanöver zur Folge. Fahrräder mit Kinderanhänger sind noch stärker gefährdet, da Anhänger leicht übersehen werden und die Gespanne nicht „in den Graben“ ausweichen können, wenn ein PKW oder LKW von hinten heranrast.

Nicht einmal unseren Nachbarort Pluwig kann man zum Einkauf oder zum Fußballspielen über einen Radweg sicher erreichen.

Noch kam es zu keinem schlimmen Unfall in den ein Fahrradfahrer verwickelt war, aber dies scheint nur eine Frage der Zeit.

Zurzeit nutzen manche Radfahrer:innen als Notbehelf die geschotterten Feldwege. Allerdings ist dies eine sehr staubige und gefährliche Angelegenheit; obendrein müssen aufgrund der Wegeführung große Umwege in Kauf genommen und dennoch wieder teilweise die Straße genutzt werden.

Aus diesem Grund fordert die GRÜNEN Ortsgruppe Gusterath vom Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz auf allen im Anhang markierten Strecken:

  • Tempolimits auf allen genannten Strecken von maximal 70 km/h.
  • In Ortsnähe, auf Höhe der Lindenkapelle und überall dort wo ein Wirtschafts- und Wanderweg die Kreisstraße kreuzt 50 km/h.
  • Überholverbote für Kraftfahrzeuge aller Art (Traktoren und Fahrzeuge unter 25 km/h dürften überholt werden).
  • Einrichtung temporärer Radwege auf den markierten Strecken (Beispiel einer Kreisstraße aus Baden-Württemberg im Anhang).
  • Warnschilder, die auf den mitfließenden und kreuzenden Fahrradverkehr aufmerksam machen.

Wir freuen uns ebenfalls über eine Unterstützung unseres Anliegens durch die Verbandsgemeindeverwaltung Ruwer, sowie den Gemeinderat Gusterath.

Zusätzlich wünschen wir uns vom Gemeinderat Gusterath den Einsatz für eine beschleunigte Umsetzung des Planungsverfahrens und einen naturverträglichen Ausbau der Radwege mit Erhalt der Heckenstreifen, der eigentlich für 2022 angedacht war.

„Eine schnell umgesetzte, naturverträgliche, zeitgemäße und sichere Radwegeanbindung für unser lebenswertes Dorf – das wünschen wir uns. Bis zur Umsetzung sollte eine Unterstützung unserer radfahrenden Bewohner durch entsprechende Maßnahmen im Verkehr selbstverständlichsein.“, erklärt Daniel Ollinger, Mitglied der GRÜNEN Ortsgruppe Gusterath.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN der Ortsgruppe Gusterath fordern klar die schnelle Verbesserung der Verkehrssicherheit unserer Radfahrer.

V.i.S.d.P. Annette Massing & Jürgen Lorenzen

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